Wer schon einmal länger als einen Tag am Stück wandern war, der weiß, was dann passiert: Die Gedanken lösen sich, der Körper fühlt sich plötzlich nicht mehr wie ein träger Sack an und die Weite der Natur lässt einen spüren, wie klein das eigene Zuhause eigentlich ist. Neben dem Unterwegs-Sein mit dem VW Bus ist es mittlerweile meine liebste Art zu reisen: Das Weitwandern. Alles, was man braucht, sind ordentliche Wanderschuhe, gutes Sportgewand, einen Rucksack, Kartenmaterial und Zeit. Zelt, Kochutensilien und High-Tech-Ausrüstung sind nur auf bestimmten Wegen notwendig.

Ich kann nur jeder und jedem das Wandern ans Herz legen. Nur hier fährt der Körper auf seine Grundbedürfnisse herunter, was es einem sehr leicht macht, den Alltag für eine gewisse Zeit zu vergessen. Und diese Auszeiten sind gerade heute in dieser schnelllebigen Zeit meines Erachtens irrsinnig wichtig.

Bis jetzt war ich auf dem Cape Wrath Trail in Schottland mit Zelt und allem Drum und Dran unterwegs und auf dem GR221 auf Mallorca, der eine reine Hüttentour war. Diesen Sommer plane ich noch 1-2 Weitwanderwege ein, über die ich hier ebenfalls berichten werde.

Treuer Begleiter beim Weitwandern ist die Wanderapp komoot, die sich als sehr zuverlässig und praktisch erwiesen hat. Auch immer dabei ist mein Opinel-Taschenmesser. Man kann damit nicht nur gut Käse zerkleinern, sondern sich auch gegen etwaige wilde Tiere wehren. In Österreich ist das zwar sehr unwahrscheinlich, aber man weiß ja nie, stimmt’s?

Die Highlands auf dem Weitwanderweg Cape Wrath Trail in Schottland
Cape Wrath Trail, Schottland