Hier übersichtlich alle FAQ zum GR221 auf Mallorca:

 

Wie lange dauert der Weg und von wo bis wohin führt er?

Der offizielle GR221 beginnt in Port d’Andratx und endet in Pollença, bzw. in Port de Pollença. Das letzte Refugi befindet sich in Pollença, daher habe ich am Rückreisetag die letzten 6km nach Port de Pollença zurückgelegt und bin dann mit dem Bus nach Palma zurückgefahren.
Meine Variante war insgesamt 126km lang, beinhaltete 1.0150 Höhenmeter (5.000 ↑, 5.150 ↓) und das tägliche Pensum variierte zwischen 2-6 Stunden Gehzeit und 9-23km.

 

Wie reise ich an und ab?

Man fliegt zum Flughafen von Palma. Von dort kommt man mit der Buslinie 1 für 5€ (8€ inklusive retour) ins Zentrum von Palma.
Um zu meinem Startpunkt Es Capdellà zu gelangen, nimmt man die Buslinie 111 (3,40€), um Port d‘Andratax zu erreichen die Linie 102 (5,55€).
Von den Schlusspunkten Pollença und Port de Pollença bringt einen die Linie 340 (5,35€ bzw. 6,25€) wieder nach Palma zurück.
Auf der Seite des Transport públic de Mallorca findet man übersichtlich alle Informationen zu Abfahrten, Routen und Preisen.

 

Wann ist die beste Reisezeit?

Ich bin diesen Weg Mitte Februar gegangen und für mich war das die beste Zeit. Auf Mallorca ist zu dieser Zeit Frühling, die Mandelbäume blühen, die Orangen- und Zitronenbäume tragen Früchte und es ist mild, aber nicht unangenehm heiß. Außerdem sind kaum Touristen unterwegs, man trifft auf dem Weg und in den Refugis hauptsächlich Einheimische. Im Sommer wäre ich den GR221 wohl nicht gegangen, da zu heiß und zu überfüllt.

 

Gibt es überall Unterkünfte, oder muss ich im Zelt schlafen?

Es gibt für jede Etappe Unterkünfte, meistens staatliche oder private Refugis, die kostengünstig sind. Nach einem Großteil der Etappen gibt es in den Orten auch Hotels, bzw. das Kloster Lluc. Erlaubt ist das Zelten offiziell nicht, aber Möglichkeiten gibt es genug und wer sein Zelt spät aufstellt und früh wieder abbaut, sollte keine Probleme bekommen. Selbstverständlich gilt hier die „leave no trace behind“-Regel!

 

Bekomme ich als ÖAV/DAV-Mitglied Ermäßigungen in den Unterkünften?

Leider nicht mehr. Bis 2017 bekam man tatsächlich einen Rabatt auf die Übernachtungskosten, das wurde allerdings geändert. Seit 2017 bekommen nur mehr Mitglieder des lokalen Bergvereins Ermäßigungen. Da die Kosten aber sehr günstig gehalten sind, ist diese Veränderung leicht zu verschmerzen.

 

Wie komme ich an Wasser und Essen?

In den Refugis kann man gegen einen Aufpreis Frühstück, Abendessen und ein „Picknick“ bestellen. Wasser (und Wein zum Abendessen) ist im Preis inbegriffen. Man kann auch in den Dörfern Essen gehen und seine Vorräte aufstocken.
Ab und zu kommt man am Weg an Quellen und Bächen vorbei, wo man seinen Wasservorrat auffüllen kann. In den meisten Endpunkten befinden sich Dörfer, in denen man Wasser kaufen kann. Beim Refugi Tossals Verds befindet sich eine Quelle. Wer nicht so pingelig ist, kann auch das Wasser aus den Leitungen in den Unterkünften trinken, allerdings ist der Chlorgeschmack nicht so meines.

 

Ist der Weg anspruchsvoll und wie fit muss ich sein?

Die Beschaffenheit des Weges ist durchwegs gut, man kommt also zügig voran. Die langen Tage mit doch knapp 1000 Höhenmetern sind jedoch nicht zu unterschätzen und man sollte genug Zeiten für Pausen einplanen. Für mich war die Wanderung körperlich keine allzu große Herausforderung, allerdings gehe ich regelmäßig Laufen und Schwimmen.

 

Was benötige ich, um mich zu orientieren?

Der Weg ist Großteils extrem gut markiert, es empfiehlt sich jedoch trotzdem das Mitnehmen einer Wanderkarte. Der Rother Wanderführer für Mallorca enthält nicht alle Etappen und ist deshalb eher ergänzend zu betrachten. Ich habe ihn z.B. die ganze Woche über kein einziges Mal gebraucht.
Stattdessen habe ich die Wanderapp komoot auf meinem Smartphone verwendet, mit der ich auf all meinen Wanderungen navigiere.

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