Vom Refugi Son Amer nach Pollença
18,4km | 650m ↑, 1130m ↓ | 4:32 Stunden Gehzeit


 

Der letzte und aufregendste Tag stand bevor! Ich war dermaßen gut gelaunt, dass ich einen Großteil des Weges grinsen musste. Wenn ich einmal nicht den Honigkuchenpferd-Lookalike-Contest gewann, dann summte und pfiff ich vor mich hin. Wie man das als fleißiger Wandersmensch eben so tut. Das Wetter war perfekt, um mich an diesem, letzten Tag zu begleiten.

Ich startete sehr früh, um die Etappe in vollen Zügen genießen zu können. Anfangs geht es eben im Wald dahin, bis der Weg sanft ansteigt und anschließend sogar wieder ein wenig abfällt.

Schließlich befand ich mich an der Weggabelung und entschied mich, nicht den GR221 zu gehen, sondern den Weg über den Puig Tormir. In einem Blog hatte ich gelesen, dass die Aussicht extrem schön sein sollte. Also machte ich mich auf den in steilen Serpentinen nach oben weisenden Pfad. Durch die kühlen Ausdünstungen des Erdbodens und der immer wärmer werdenden Luft lief meine Brille regelmäßig an, was den Aufstieg etwas erschwerte. Vor allem, da einige Kletterpassagen kamen und ich oft nicht sehen konnte, wo ich hingriff und -stieg.

Die Stellen, an denen man klettern musste, waren nicht sonderlich anspruchsvoll, aber die schlechte Sicht und der Rucksack erschweren das Ganze natürlich etwas. Spaß gemacht hat es trotzdem wahnsinnig. Und Mut machte mir zusätzlich eine Gruppe sehr, sehr laut tratschender mallorquinischer Frauen. Ich dachte mir ständig: „Na, wenn die das schaffen, schaffe ich das auch!“ Allerdings war ihr Klettertempo durch ihr durchgehendes Gelächter und Geplaudere extrem langsam, sodass ich froh war, sie nach der letzten Kletterpassage überholen zu können.

 

 

Unterkunft: Refugi Pont Romà, diverse Hotels in Pollença
Versorgung am Ankunftsort: Supermärkte und Lokale in Pollença

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