Von Banyabulfar nach Esporles
8,1km | 360m ↑, 280m ↓ | 1:54 Stunden Gehzeit


 

Den zweiten Tag hatte ich bewusst ruhiger geplant, da ich nicht wusste, wie erschöpft ich nach der ersten Etappe sein würde. Im Nachhinein war er vielleicht etwas zu kurz angedacht. Dieser Abschnitt des GR221 war mehr als ausreichend mit Holzpfeilern und -schildern markiert.

Ich ging von meinem Airbnb in der Hauptstraße Carrer Comte de Sallent ein paar Schritte des gekommenen Weges zurück und bog dann scharf links in die Calle de la Font de la Villa, die sich steil im Südosten Banyabulfars den Hang hinaufschlängelt. Einige Zeit folgt man der Asphaltstraße und die Aussicht auf das Meer wird immer schöner. Allerdings fragt man sich, wie die Autofahrer damit zurechtkommen, wenn ihnen auf dem doch sehr schmalen Weg mal ein anderes Fahrzeug entgegenkommt.

Schließlich zweigt der GR221 rechts von der Straße ab und wird zum Wanderweg. Es geht weiter bergauf, aber schon wesentlich gemütlicher und in den Wald hinein. Nach einiger Zeit hatte ich das Gefühl, in die Vergangenheit versetzt zu sein. Der Pfad erinnert an alte, grob gepflasterte Wege, auf denen die Landbevölkerung wohl in die Dörfer gewandert ist. Der Wald hatte etwas Ruhiges, Märchenhaftes und ich genoss die paar Kilometer, die ich dort gehen konnte.

Ein wenig später geht es auch schon wieder bergab und durch das Laubwerk kann man schon erste Blicke auf die Ausläufer von Esporles erhaschen. Knapp vor dem Dorf muss man zweimal die Ma-1100 überqueren und erreicht parallel zu ihr am GR221 Esporles. An den ersten Zäunen des Dorfes hängen schon Flyer für das Refugi Son Trias. Zum Schmunzeln hat mich die noch immer nicht abgehängte Weihnachtsbeleuchtung an manchen der Häuser gebracht.

Ich war leide viel zu früh dran, um im Refugi einzuchecken (dies ist erst ab 16:00 Uhr möglich). Also verbrachte ich die paar Stunden mit meinem Buch, einem Kaffee und einem Baguette mit Chorizo im Cafè Nou, das an der Passeig del Rei im Dorfzentrum liegt. Es war nett, dem erstaunlich regen Dorftreiben zuzuschauen und den Einheimischen bei ihrem Kaffeetratsch zuzuhören.

Um 16:00 Uhr konnte ich dann endlich im Refugi einchecken und stellte erfreut fest, die Nacht dort alleine zu verbringen. Ein riesiger Schlafsaal ganz für mich allein!

Allerdings hatte ich nicht bedacht, dass das Refugi Son Trias kein staatliches ist und es somit auch kein Abendessen gibt. Also bin ich noch schnell zum örtlichen “Superspar” gehuscht und habe mir Zutaten für ein deliziöses Mahl (Tortellini mit Tomatensoße) gekauft. Die Küche im Refugi kann man nämlich gegen eine Gebühr von 2€ verwenden, Grundgewürze sind vorhanden.

Am Abend las ich noch ein wenig und ging früh ins Bett, da der nächste Tag wieder länger geplant war, worauf ich mich schon freute.

 

Unterkunft: Refugi Son Trias (ein privates), Hotels
Versorgung: Superspar, diverse Cafés und Lokale, Apotheke

Weg nach Esporles
Weg nach Esporles
Wegweiser
Wegweiser
Weihnachtsbeleuchtung in Esporles
Weihnachtsbeleuchtung in Esporles

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